Die Gemeinde Klosters setzt auf modernste Quellüberwachung

Früh erkennen, sicher versorgen: Trinkwasserqualität durch intelligente Überwachung sichern.

Sichere Trinkwasserversorgung durch Quellmonitoring

Die Trinkwasserversorgung der Gemeinde Klosters basiert zu einem wesentlichen Teil auf natürlichen Quellen. Bislang erfolgte die Überwachung der Quellwasserqualität hauptsächlich durch periodische Laboranalysen und Sichtkontrollen. Kurzfristige Veränderungen der Wasserqualität konnten dadurch nur eingeschränkt erkannt werden.

Um die Versorgungssicherheit weiter zu erhöhen und den steigenden Anforderungen an die Trinkwasserqualität gerecht zu werden, wurde eine moderne Wasserqualitätsstation installiert. Diese ermöglicht die kontinuierliche Überwachung wichtiger Wasserqualitätsparameter der Quelle und liefert Messwerte in Echtzeit.

Die Station erfasst unter anderem die Trübung und den Spektralen Absorptionskoeffizienten (SAK).  Für die elektrische Leitfähigkeit sowie weitere relevante Parameter wurde Reserveanschlüsse vorbereitet. Durch die permanente Datenerfassung können Veränderungen der Wasserqualität frühzeitig erkannt und bewertet werden. Insbesondere nach Starkniederschlägen, Schneeschmelze oder anderen Einflüssen lassen sich mögliche Beeinträchtigungen des Quellwassers unmittelbar feststellen.

Die gewonnenen Messdaten dienen als Grundlage für schnelle und gezielte Entscheidungen im Betrieb der Wasserversorgung. Bei auffälligen Messwerten können geeignete Massnahmen eingeleitet werden, bevor verunreinigtes oder nicht den gesetzlichen Anforderungen entsprechendes Wasser in das Trinkwasserversorgungsnetz gelangt.

Mit der Einführung des kontinuierlichen Quellmonitorings stärkt die Gemeinde Klosters die Sicherheit ihrer Trinkwasserversorgung nachhaltig. Die Wasserqualitätsstation trägt dazu bei, die hohen Qualitätsanforderungen an das Trinkwasser jederzeit einzuhalten und die Bevölkerung zuverlässig mit einwandfreiem Trinkwasser zu versorgen.

Trübungsmessung

Eine Trübungsmessung dient dazu, festzustellen, wie stark eine Flüssigkeit durch fein verteilte Partikel eingetrübt ist. Sie wird häufig bei Wasseranalysen, in der Lebensmittelindustrie, in chemischen Prozessen und in der Umweltüberwachung eingesetzt.

Was misst eine Trübungsmessung?

Sie misst nicht direkt die Menge der Partikel, sondern wie stark diese Partikel das Licht streuen oder abschwächen.

  • Wie sich Licht in einer Flüssigkeit verhält, hängt von deren Zusammensetzung ab: Klare Flüssigkeiten lassen das Licht weitgehend ungehindert durch
  • Schwebstoffe (z.B. Sand, Ton, Mikroorganismen oder andere Partikel) streuen das Licht
  • Je mehr Licht gestreut wird, desto höher ist die Trübung

Wofür braucht man sie?

  • Trinkwasserkontrolle: Überprüfung der Wasserqualität.
  • Abwasserüberwachung: Kontrolle von Kläranlagen
  • Umweltanalytik: Untersuchung von Flüssen, Seen und Grundwasser
  • Lebensmittel- und Getränkeindustrie: Qualitätskontrolle bei Bier, Wein, Säften oder Milch
  • Chemische und pharmazeutische Prozesse: Überwachung von Suspensionen und Produktionsabläufen

SAK-Messung

Eine SAK-Messung (Spektraler Absorptionskoeffizient) wird verwendet, um die Menge an gelösten organischen Stoffen im Wasser abzuschätzen.

Was misst die SAK-Messung?

Die Messung bestimmt, wie stark Wasser UV-Licht absorbiert, meist bei einer Wellenlänge von 254 nm (SAK₍₂₅₄₎):

  • Organische Verbindungen wie Huminstoffe, Abbauprodukte von Pflanzen oder andere kohlenstoffhaltige Stoffe absorbieren UV-Licht
  • Je stärker die Absorption, desto höher ist in der Regel die Konzentration dieser organischen Stoffe

Wofür braucht man die SAK-Messung?

  • Überwachung von Trinkwasser und Rohwasser
  • Kontrolle von Kläranlagen
  • Überwachung von Oberflächengewässern
  • Früherkennung von Verunreinigungen
  • Abschätzung des Gehalts an organischem Kohlenstoff (DOC/TOC)

Aufgabenstellung

  • Kontinuierliche Überwachung der Wasserqualität anstelle von ausschliesslich periodischen Laboranalysen
  • Frühzeitige Erkennung von Qualitätsveränderungen infolge von Starkniederschlägen, Schneeschmelzen oder anderen Einflüsse
  • Automatische Alarmierung des Betriebspersonals bei Grenzwertüberschreitungen oder ungewöhnlichen Messwerten
  • Lückenlose Dokumentation und Speicherung der Messdaten für Nachweis- und Auswertungszwecke
  • Fernzugriff auf aktuelle Messwerte zur Überwachung und Beurteilung der Quellen in Echtzeit
  • Hohe Betriebssicherheit und Zuverlässigkeit der eingesetzten Messtechnik

Spezialitäten

Wir konnten die verschiedenen Lösungsansätze gemeinsam mit dem Kunden besprechen und ihn bei der Auswahl unterstützen. Anschliessend übernahmen wir das gesamte Engineering, führten die erforderlichen softwaretechnischen Ergänzungen durch und realisierten abschliessend die Montage sowie die Inbetriebnahme der Anlage.

Eingesetzte Produkte

Feedback

«Mit der neuen Wasserqualitätsstation erhalten wir jederzeit einen aktuellen Überblick über die Qualität unserer Quellen. Die frühzeitige Erkennung von Veränderungen gibt uns zusätzliche Sicherheit und ermöglicht es uns, bei Bedarf rasch zu handeln.»
Peter Marugg
Brunnenmeister